Kanal-Kirchen-Wochenend-Kickoff #8


Der Sieben-Tage-Inzidenz Wert liegt Deutschlandweit um 40, in unserem Bundesland unter 20, Wochentrend sinkend. Das sind doch gute Nachrichten. Gottesdienste finden wieder statt, draußen darf wieder gesungen werden. Wir nähern uns der Normalität. 20% der Bevölkerung sind durchgeimpft, 40% einmal.

Das hört sich gut an und das kann die Trendwende sein, auf die wir alle gewartet haben. Irgendwann einfach mal Menschen umarmen können. Nähe nicht nur vermitteln, sondern auch leben.

Gemeinschaft erleben, danach sehne ich mich und ich denke, ganze viele mit mir.

Mich dürstet geradezu nach diesem Kontakt und als ich das so dachte, erinnerte ich mich an eine Geschichte, über die ich kürzlich gepredigt habe:

Ein verdurstender Mann schleppt sich durch die Wüste und findet sogar einen Brunnen und einen gefüllten Krug Wasser, doch an dem Krug hängt ein Zettel: Sie müssen zuerst die Pumpe mit Wasser aus dem Krug füllen, mein Freund. Und vergessen Sie nicht, den Krug nachzufüllen, ehe Sie von hier fortgehen.

In diesem Mann tobt ein Kampf: Was ist, wenn die Pumpe nicht funktioniert und ich das Wasser einfach weggekippt habe? Was ist, wenn ich das Wasser einfach trinke und der Brunnen nie wieder einem Dürstendem Wasser geben kann?

Der Mann kippt das Wasser in die Pumpe. Sie beginnt zu saugen, es ist genügend Wasser da. Es ist die richtige Entscheidung, ohne Zweifel, aber es ist eben auch die mutigere.     

Manchmal fehlt uns Mut, im Alltag und speziell in dieser Coronazeit. Die Jünger Jesu hatten diese ängstliche Phase der Erwartung des Ungewissen bis Pfingsten, dann spürten sie den Geist Gottes und sein Wirken in der Welt. Mit neuem Mut begannen sie ein neues Leben.

Nicht nur als Christen stehen wir immer wieder vor diesem Sprung ins neue Leben sondern auch als Menschen, die in dieser Coronazeit gedürstet haben, einige haben richtig gelitten.

Für uns alle gilt aber jetzt, wie bei dem verdurstenden Mann, wir haben die Hoffnung vor Augen und nun müssen wir den Glauben daraufsetzen, wie der Mann an der Pumpe. Wir müssen jetzt vielleicht noch etwas draufgeben, Gelassenheit oder Durchhaltevermögen, aber dann wird es wirklich besser werden.

Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke!, steht auf dem kleinen Zettel, den Jesus uns hinterlassen hat. Ich finde, das ist ein Satz, der Kraft gibt für mutige Zukunftsentscheidungen.

Warum nicht schon an diesem Wochenende?

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