Kanal-Kirchen-Wochenend-Kickoff #7


Liebe Leserinnen und Leser!

Wes Geistes Kind sind Sie? Oder wollen es sein? Das ist eine gute Frage. Denn unter welcher Flagge wollen wir eigentlich durch unser Leben marschieren? Das erkennt man ganz gut bei anderen, wenn man darauf achtet, wie sie mit anderen umgehen, welche Worte sie gebrauchen, vor allem aber daran, was sie tun. Was sind die Früchte ihres Tuns? In der Bibel wird vor sogenannten falschen Propheten gewarnt. Wir sollen uns vor ihnen hüten, steht im 1. Johannesbrief (Kapitel 2, 1-6):
„Sie sehen zwar aus wie Schafe, die zur Herde gehören, in Wirklichkeit sind sie Wölfe, die auf Raub aus sind. An ihren Taten sind sie zu erkennen.“


Ja, unsere Taten sind ein guter Maßstab dafür, was uns antreibt. Jetzt zu Pfingsten denken wir dabei an Gottes guten Geist, den „Heiligen“, der Christen Christ sein lässt in Wort und Tat.
In der Urkirche wurde der Heilige Geist wirksam, als alles verloren schien. Jesus, der Hoffnungsträger, war gekreuzigt worden und gestorben. Die Weggefährten und Freundinnen waren sprach- und ratlos. Sie kamen zusammen in ihrer depressiven und niedergeschlagenen Stimmung, um zu überlegen, ob und wie es weiter gehen sollte. Und da geschah es. Als sie so beisammensaßen und erzählten, spürten sie, wie ein neuer Geist in ihnen wach wurde. Alles, was Jesus ihnen erzählt hatte von der Gemeinschaft untereinander und von der Liebe zu Gott und zu den Menschen, das erfüllte sie plötzlich wieder. Das war er, der neue Geist, den sie so nötig gebraucht hatten.
In der Apostelgeschichte wird das beschrieben mit kleinen Flammen, die über ihren Köpfen brannten und der Fähigkeit, den Umstehenden plötzlich in deren Sprachen von Jesus zu berichten.
Ein neuer Geist, genau das, was wir auch heute gut gebrauchen können. In der Gesellschaft und in unserer Kirche. In diesen Zeiten, in denen uns der Wind ins Gesicht bläst:

  • in Form eines tödlichen Virus
  • in Form zunehmender Hassparolen und Gewalt gegen Andersdenkende
  • in Form vieler Menschen, die unseren Gemeinden den Rücken kehren, weil sie den christlichen Glauben und die Kirche für belanglos und irrelevant halten
  • in Form eines dramatischen Kirchensteuerrückganges, der uns dazu zwingt, Dinge abzuschaffen und einzustellen, die uns lieb und teuer sind.
    Einen neuen Geist, den brauchen wir, um uns immer wieder gegenseitig zu ermutigen, hoffnungsvoll zu bleiben und um geduldig die undurchschaubaren und widersprüchlichen Geschehnisse auszuhalten. Viel Unklarheit und Verwirrung herrscht unter uns, umso dringender ist der Wunsch und die Sehnsucht nach Eindeutigkeit, Klarheit, Einheit, Gemeinschaft und Verbundenheit.
    Wir brauchen den neuen Heiligen Geist! Bleiben wir ihm also auf der Spur in den kleinen Momenten unseres alltäglichen Lebens und hoffen auf ihn in der großen Politik.

Hier der KKWK # 7 als pdf.

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