14. Juni 2021

Kanal-Kirchen-Wochenend-Kickoff #10

Liebe Leserin, lieber Leser!
Manchmal hörst du von einem lieben Menschen den Satz: Tu dir mal was Gutes. Freundliche Fürsorge schwingt darin mit und die unausgesprochene Frage: Könnte es sein, dass es gerade alles zu viel für dich ist? Könnte es sein, dass du dringend mal etwas brauchst, was dich einfach nur freut und nicht an dir nagt? Was das sein könnte? Das weißt du selbst besser als ich. Also such dir was! Eis essen, die Eisdiele ist wieder offen. Oder endlich mal wieder ins Restaurant, sich mal richtig bedienen lassen. Oder schwimmen gehen, es ist erlaubt! Oder einen Tag einfach wegfahren! Oder endlich das Buch anfangen, das schon lange auf Dich wartet. Tu dir was Gutes! Mach es! Manchmal braucht es so einen Anstoß, um auf die eigenen Bedürfnisse wirklich aufmerksam zu werden und sie ernst zu nehmen. Oder um auf die eigenen Grenzen zu achten, die einem zeigen, bis hierhin, aber nicht weiter so! Den Anstoß, umzusetzen,  musst Du dann aber immer noch selber. Auch das – eine Kunst, die gelernt sein will: Dir selbst etwas Gutes zu tun. Und die Kunst, nicht zu sagen: Ich brauch das nicht. Später mal. Vielleicht. Mit dem Gebot: Du sollst den Feiertag heiligen, ist Gott wichtig gewesen, das wir Menschen uns nicht 7/24 im Hamsterrad drehen sollen. Tut uns nicht gut. Einmal in der Woche entschleunigen! Hilft. Und von Jesus ist überliefert (Der Wochenspruch für die kommende Woche): Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid!  Ich will euch erquicken!
Hier ist es also anders herum. Hier muss ich mir nicht selbst etwas Gutes tun. Jesus bietet sich an: Ich bin derjenige, der das kann und der das macht. Eure Belastung, Eure Bedürfnisse und eure Grenzen kenne ich besser als ihr. Und es gibt Dinge, wesentliche Dinge, die könnt ihr euch ohnehin nicht selber geben: „Ihr könnt sie nicht kaufen, könnt sie euch nicht einfach irgendwo holen oder mitnehmen. Ihr seid darauf angewiesen, dass ihr sie geschenkt bekommt. Dazu bin ich da. Ich will euch erquicken!“ Wie? Womit? Mit dem guten Gefühl, von Gott geliebt zu sein: Ein einzigartiger Mensch zu sein, der von Gott begleitet wird und getragen durch Dick und Dünn!

unsere aktuellen Gottesdienste am
2. Sonntag nach Trinitatis (13.6.21):

Jevenstedt   kein Gottesdienst
Osterrönfeld   
10 Uhr Gottesdienst St. Michaelis Osterrönfeld 
Westerrönfeld   kein Gottesdienst  
jeden Mittwoch, 18 Uhr, 30 Minuten musikalische Andacht, Lutherkirche

Kanal-Kirchen-Wochenend-Kickoff
eine Aktion Ihrer Pastoren

Michael Friesicke-Öhler,
Volker Thiedemann
und Rode Zimmermann-Stock
1. Juni 2021

die neue lutherlounge

…und hier als pdf-Plakat zum Selberausdrucken.

28. Mai 2021

Kanal-Kirchen-Wochenend-Kickoff #8

Der Sieben-Tage-Inzidenz Wert liegt Deutschlandweit um 40, in unserem Bundesland unter 20, Wochentrend sinkend. Das sind doch gute Nachrichten. Gottesdienste finden wieder statt, draußen darf wieder gesungen werden. Wir nähern uns der Normalität. 20% der Bevölkerung sind durchgeimpft, 40% einmal.

Das hört sich gut an und das kann die Trendwende sein, auf die wir alle gewartet haben. Irgendwann einfach mal Menschen umarmen können. Nähe nicht nur vermitteln, sondern auch leben.

Gemeinschaft erleben, danach sehne ich mich und ich denke, ganze viele mit mir.

Mich dürstet geradezu nach diesem Kontakt und als ich das so dachte, erinnerte ich mich an eine Geschichte, über die ich kürzlich gepredigt habe:

Ein verdurstender Mann schleppt sich durch die Wüste und findet sogar einen Brunnen und einen gefüllten Krug Wasser, doch an dem Krug hängt ein Zettel: Sie müssen zuerst die Pumpe mit Wasser aus dem Krug füllen, mein Freund. Und vergessen Sie nicht, den Krug nachzufüllen, ehe Sie von hier fortgehen.

In diesem Mann tobt ein Kampf: Was ist, wenn die Pumpe nicht funktioniert und ich das Wasser einfach weggekippt habe? Was ist, wenn ich das Wasser einfach trinke und der Brunnen nie wieder einem Dürstendem Wasser geben kann?

Der Mann kippt das Wasser in die Pumpe. Sie beginnt zu saugen, es ist genügend Wasser da. Es ist die richtige Entscheidung, ohne Zweifel, aber es ist eben auch die mutigere.     

Manchmal fehlt uns Mut, im Alltag und speziell in dieser Coronazeit. Die Jünger Jesu hatten diese ängstliche Phase der Erwartung des Ungewissen bis Pfingsten, dann spürten sie den Geist Gottes und sein Wirken in der Welt. Mit neuem Mut begannen sie ein neues Leben.

Nicht nur als Christen stehen wir immer wieder vor diesem Sprung ins neue Leben sondern auch als Menschen, die in dieser Coronazeit gedürstet haben, einige haben richtig gelitten.

Für uns alle gilt aber jetzt, wie bei dem verdurstenden Mann, wir haben die Hoffnung vor Augen und nun müssen wir den Glauben daraufsetzen, wie der Mann an der Pumpe. Wir müssen jetzt vielleicht noch etwas draufgeben, Gelassenheit oder Durchhaltevermögen, aber dann wird es wirklich besser werden.

Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke!, steht auf dem kleinen Zettel, den Jesus uns hinterlassen hat. Ich finde, das ist ein Satz, der Kraft gibt für mutige Zukunftsentscheidungen.

Warum nicht schon an diesem Wochenende?

21. Mai 2021

Kanal-Kirchen-Wochenend-Kickoff #7

Liebe Leserinnen und Leser!

Wes Geistes Kind sind Sie? Oder wollen es sein? Das ist eine gute Frage. Denn unter welcher Flagge wollen wir eigentlich durch unser Leben marschieren? Das erkennt man ganz gut bei anderen, wenn man darauf achtet, wie sie mit anderen umgehen, welche Worte sie gebrauchen, vor allem aber daran, was sie tun. Was sind die Früchte ihres Tuns? In der Bibel wird vor sogenannten falschen Propheten gewarnt. Wir sollen uns vor ihnen hüten, steht im 1. Johannesbrief (Kapitel 2, 1-6):
„Sie sehen zwar aus wie Schafe, die zur Herde gehören, in Wirklichkeit sind sie Wölfe, die auf Raub aus sind. An ihren Taten sind sie zu erkennen.“

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14. Mai 2021

Kanal-Kirchen-Wochenend-Kickoff #6

Liebe Leserinnen und Leser!

Ich habe mich diese Woche mehrfach geärgert. Erst die eigentlich klugen Leute, die den Muttertag nicht seinlassen können, was es ist, ein Familiendankfest… und dann Himmelfahrt, ein staatlicher Feiertag, der seiner religiösen Bedeutung gerecht wird, wäre da nicht z.B. N-Joy Radio, ein Sender der öffentlich-rechtlichen Medien Welt, der nur den Vatertag kennt.
Einmal abgesehen davon, dass in Corona-Zeiten das Sauftour-Begleit-Gelaber mangels Beteiligung der Saufbrüder zum inzwischen zweiten Mal nicht fruchtet, den Namen des eigentlichen Feiertages sollte man doch auch wenigstens einmal satirefrei nennen können. Auch manch Wetterdienst kündigt ausschließlich ein Vatertagswetter an, als ob… – ich mag das nicht wiederholen. Und mal ehrlich, gäbe es einen Vatertag, mann müsste sich doch einmal genderpositiv Gedanken darüber machen, welche Traditionen dann in Frage kommen.
Sowas macht mich fuchsig, besser es hat mich fuchsig gemacht, bis ich in Gedanken auf die Geschichte von Hiob gestoßen bin. Sie erinnern sich: Gott nimmt Hiob Frau, Kinder und Besitz, um seinen Glauben zu prüfen. Sein gesamtes Umfeld findet nur eine Antwort auf das Unglück: Hiob muss gesündigt haben. Sie bohren in dieser Wunde und wollen Hiob zu einem Schuldeingeständnis nötigen.


Hiob – sich keiner Schuld bewusst – wird nun auch fuchsig. Er explodiert mit den Worten:

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14. Mai 2021

Waldgottesdienst an Pfingstmontag

7. Mai 2021

Kanal-Kirchen-Wochenend-Kickoff

Liebe Leserinnen und Leser,

die vergangene Woche hat es uns wieder einmal erleben lassen: Wir haben keine Macht über das Wetter. Angesichts von ungewöhnlicher Kälte und strömenden Regens sind unsere Wünsche nach Sonnenschein und Wärme nichts als Wünsche. Unsere menschliche Vernunft und unsere Kraft sind schnell am Ende. Korona wütet in Indien und tötet bei uns in Deutschland nach wie vor an jedem Tag 300 Menschen. Ein Skandal. Opfern wir Menschen für Öffnungen?

Wie dankbar können wir sein, dass es der Wissenschaft gelang, schon nach wenigen Monaten Impfstoffe zu entwickeln. Letztes Jahr hatte man gesagt: „Das kann Jahre dauern!“. Glück gehabt oder Gott sei Dank? Eigentlich ist der Erfolg der Wissenschaft ja ein Wunder. Und für Wunder ist Gott zuständig.

So gibt es reichlich Anlass zu beten: Gott sei Dank, dass wir den Impfstoff haben! Gott, höre das Weinen der Angehörigen, das Röcheln der nach Luft schnappenden! Erbarme Dich!

Der kommende Sonntag hat im Kirchenjahr den Namen Gebetssonntag, lateinisch: „Rogate“ (Betet!).

Vielen Erwachsenen fällt das Beten ausgesprochen schwer. Viele haben keine Großmutter mehr gehabt, die einem jeden Abend das Beten beibrachte. Viele sehen auch gar keine Notwendigkeit zum Beten. Andere sehnen sich nach der Liebe Gottes und brauchen den Kontakt zu ihm wie das tägliche Brot. Ich denke, Beten muss man zuallererst einmal wollen. Mit Gott in Kontakt treten wollen. Dafür braucht es ein wenig Zeit, Aufmerksamkeit und Konzentration. Manchem hilft das Falten der Hände, das Schließen der Augen, eine brennende Kerze.

Wie komme ich dann in Kontakt mit Gott?

Hört er, was ich sage?

Oder bleibt ungehört, was ich ihm anvertraue?

Ich vertraue darauf, dass Gott zuhört. Ich kann zu ihm sprechen, als wenn er mir gegenübersitzt. Einfach anfangen „Lieber Gott, weißt Du eigentlich …“ Wichtig: Gott ist allerdings keine Wunscherfüllungsmaschine. Er weiß am besten, was mir wirklich guttut.

Auch Jesus hat immer wieder aufgerufen zu beten. Vielfältige Formen des Betens finden sich in der Bibel: Der Jubel und Dank, die Klage und Trauer, das Schuldbekenntnis und die Fürbitte für andere. Da gibt es das stürmische und unnachgiebige Gebet, das Gott drängt wie einen guten Freund, das Gebetslied und Gedicht zu seinem Lob, das zarte Bitten für einen selbst, die verzweifelte Klage und die Bitte für andere. Wer im Namen von Jesus Christus bittet, so verspricht Jesus, der stößt bei Gott nicht auf taube Ohren. Und er lehrt seine Jünger das Gebet, das alle anderen Gebete umfasst: das Vaterunser. Es müssen ja nicht viele Worte sein. Dieses ist genug. Es führt zum Hören auf Gott.

Nicht unser, sondern Gottes Wille soll geschehen.


Aktuelles aus den Gemeinden

unsere aktuellen Gottesdienste an Rogate (9.5.21):

Osterrönfeld 10 Uhr in der St. Michaelis

Jevenstedt https://www.youtube.com/channe…

Westerrönfeld kein Gottesdienst Rogate

                         mittwochs, 18 Uhr: Musikalische Andacht (ca. 20 Min.)

gemeinsam Himmelfahts-Fahrrad-Gottesdienst

https://lutherkirche.wordpress…

aus dem Kirchenkreis:

https://www.kkre.de/leben-begl…

Kanal-Kirchen-Wochenend-Kickoff eine Aktion Ihrer PastorInnen

Michael Friesicke-Öhler Mail

Volker Thiedemann Mail

und Rode Zimmermann-Stock  Mail   

6. Mai 2021

Neu: Musikalische Mittwochsandacht

Herzliche Einladung zur unserer Muslikaischen Mittwochsandacht.

Mitten in der Woche eine große Pause: 20 Minuten mit Musik, Lesung, Stille, Gebet und Segen.

Einfach mal fallen lassen, um sich tragen zu lassen.

Mittwoch, 18 Uhr, Lutherkirche

Diese Andacht findet unter Einhaltung des Hygienevorschriften statt.

30. April 2021

Fahrrad-Gottesdienst Himmelfahrt 2021

30. April 2021

Kanal-Kirchen-Wochenend-Kickoff #4

Liebe Leserinnen und Leser!

Willkommen zu unserem Kickoff und aus gegebenem Anlass zum Tag der Arbeit ein paar Gedanken zum Thema:

Der Prediger Salomo schreibt (3, 10):

Ich sah die Arbeit, die Gott den Menschen gegeben hat, dass sie sich damit plagen. Er hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt; nur dass der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende. Da merkte ich, dass es nichts Besseres dabei gibt als fröhlich sein und sich gütlich tun in seinem Leben. Denn ein jeder Mensch, der da isst und trinkt und hat guten Mut bei all seinem Mühen, das ist eine Gabe Gottes.

Beim Thema Arbeit ist jede*r Experte/*in. Nach der Schule kommt die Ausbildung und dann geht der so genannte Ernst des Lebens los: Die Arbeit in einem Umfeld, das die Wenigsten völlig selbstbestimmt und ohne Ansage von außen beackern können. Irgendwer macht immer Vorgaben: Die Chefin, der Terminplan, örtliche Bedingungen… Weil wir einen Lebensunterhalt verdienen müssen mit etwas, das uns liegt, an dem wir Freude haben und einen gewissen Sinn sehen, wenn das Werk vollbracht ist, deshalb ist Arbeit so wichtig für uns alle. Wer arbeitslos ist, für den/die bedeutet dieser schwer erträgliche Zustand nicht, dass da nichts zu tun ist. Wer im Ruhestand ist, grüßt mit dem Rentnergruß: Keine Zeit, keine Zeit!

Natürlich ist es so, dass wir uns manchmal bei der Arbeit auch plagen. Wenn es mal  nicht rund läuft, wenn zu viele Leute gleichzeitig was von mir wollen oder wenn ich Terminstress habe.

Andererseits: Arbeiten kann so toll sein, wenn am Ende etwas dabei rauskommt. Wenn ich merke: Durch meine Arbeit hat sich etwas zum Besseren verändert, meine Mühe hat anderen und mir etwas gebracht.

Es kommt auf den Blickwinkel an: Wenn es uns gelingt, dass wir uns über das Ergebnis unserer Arbeit freuen, am besten mit anderen zusammen, können wir dankbar sein.

Und wie schön ist es, nach getaner Arbeit das Leben zu genießen.

Frohes Schaffen!

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Aktuelles aus den Gemeinden

unsere aktuellen Gottesdienste an Kantate (2.5.21):

Osterrönfeld 10 Uhr in der St. Michaelis

Jevenstedt

https://www.youtube.com/channe…

Westerrönfeld 18 Uhr, open air vor der Lutherkirche


aus dem Kirchenkreis:


Kanal-Kirchen-Wochenend-Kickoff eine Aktion Ihrer PastorInnen

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