Kanal-Kirchen-Wochenend-Kickoff #6


Liebe Leserinnen und Leser!

Ich habe mich diese Woche mehrfach geärgert. Erst die eigentlich klugen Leute, die den Muttertag nicht seinlassen können, was es ist, ein Familiendankfest… und dann Himmelfahrt, ein staatlicher Feiertag, der seiner religiösen Bedeutung gerecht wird, wäre da nicht z.B. N-Joy Radio, ein Sender der öffentlich-rechtlichen Medien Welt, der nur den Vatertag kennt.
Einmal abgesehen davon, dass in Corona-Zeiten das Sauftour-Begleit-Gelaber mangels Beteiligung der Saufbrüder zum inzwischen zweiten Mal nicht fruchtet, den Namen des eigentlichen Feiertages sollte man doch auch wenigstens einmal satirefrei nennen können. Auch manch Wetterdienst kündigt ausschließlich ein Vatertagswetter an, als ob… – ich mag das nicht wiederholen. Und mal ehrlich, gäbe es einen Vatertag, mann müsste sich doch einmal genderpositiv Gedanken darüber machen, welche Traditionen dann in Frage kommen.
Sowas macht mich fuchsig, besser es hat mich fuchsig gemacht, bis ich in Gedanken auf die Geschichte von Hiob gestoßen bin. Sie erinnern sich: Gott nimmt Hiob Frau, Kinder und Besitz, um seinen Glauben zu prüfen. Sein gesamtes Umfeld findet nur eine Antwort auf das Unglück: Hiob muss gesündigt haben. Sie bohren in dieser Wunde und wollen Hiob zu einem Schuldeingeständnis nötigen.


Hiob – sich keiner Schuld bewusst – wird nun auch fuchsig. Er explodiert mit den Worten:

Ich weiß, dass mein Erlöser lebt, und als der Letzte wird er über dem Staub sich erheben. Ich selbst werde ihn sehen, meine Augen werden ihn schauen und kein Fremder. Danach sehnt sich mein Herz in meiner Brust. Hiob 19, 25ff

Gar nicht so laut, wie man bei einer Explosion erwarten könnte, aber die Worte haben Wucht, weil Hiob nicht die Schuld bei den anderen sucht. Er will sie auch nicht belehren. Aus ihm heraus explodiert ein Bekenntnis zu dem Gott, dem er von Herzen vertraut.
Hiob hat es geschafft, sich von dem, was ihn ärgert, zu befreien und sich auf das zu konzentrieren, was wirklich zählt in seinem Leben.
Als Christen haben wir an Himmelfahrt gefeiert, dass unser Erlöser, Jesus Christus, lebt.
Er wird sich erheben, wir werden ihn schauen, das stillt das Sehnen nach Gerechtigkeit tief in uns.
Dies einmal auszusprechen angesichts des Dünnsinns, der uns manchmal ärgert, könnte auch der livehack für dieses Wochenende werden.
Lesen Sie es sich doch jetzt schon einmal laut vor:

Ich weiß, dass mein Erlöser lebt!

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