Was macht eigentlich? Unsere Prädikantin Veronika Cornils erzählt …


Seit Mai 2012 befinde ich mich nun schon in der dreijährigen Ausbildung zur Prädikantin. Ich bin jetzt mitten im zweiten Ausbildungsjahr.
Warum ich das mache?

2008 habe ich mich taufen lassen. Im Laufe der darauffolgenden Jahre ist mir der Gottesdienstbesuch sehr ans Herz gewachsen. Ein Sonntag ohne Gottesdienst – für mich nicht mehr vorstellbar. Er ist mir wichtig geworden und ich möchte mich bei der Gestaltung einbringen.

Und wie soll man sich die Ausbildung vorstellen?
Ich bin eine von 24 Teilnehmer/innen des Prädikantenkurses D.
An zwei Studienwochen zu Himmelfahrt und weiteren fünf Wochenenden im Jahr lernen wir im Kurs theoretisches Hintergrundwissen über Gott und was unseren Glauben ausmacht. Und natürlich beschäftigen wir uns auch mit den Bestandteilen des Gottesdienstablaufs.
An jedem Wochenende gestalten wir Kursteilnehmer/innen zum Abschluss gemeinsam einen Gottesdienst. Es ist erstaunlich, was nach einer kurzen Vorbereitungszeit von ca. zwei Stunden am Vorabend entsteht. Vier Gruppen beschäftigen sich unabhängig voneinander mit dem Gottesdienstbeginn, der Predigt, der Gestaltung des Abendmahls und dem Abschluss des Gottesdienstes mit Fürbitten und Segen. Die Gottesdienste sind für mich immer ein besonderes und berührendes Erlebnis.
Besonders eindrücklich war für mich ein Wochenende, an dem wir uns intensiv mit der Liturgie des Gottesdienstes beschäftigt haben. Neben dem Lernen der Bedeutung der Bestandteile haben wir auch ganz praktisch ausprobiert, worauf bei der Gestaltung der Elemente zu achten gilt. Es ist schon erstaunlich, wie eine andere Geste, ein anderer Standort im Kirchenraum unterschiedlich wirkt.
Die praktische Ausbildung erfolgt in der eigenen Kirchengemeinde. Seit dem zweiten Ausbildungsjahr geht es darum, das Gestalten und Leiten von Gottesdiensten intensiv praktisch zu üben. So habe ich im Juli 2013 meine ersten Predigten hier in Westerrönfeld gehalten und im Dezember 2013 sowie Januar 2014 die ersten Gottesdienste allein geleitet. Das wird sich auch in den nächsten Monaten fortsetzen.

 

In der Zeit von September 2014 bis September 2015 finden für uns 24 Kursteilnehmer/innen unsere Abschlussgottesdienste in unserer jeweiligen Heimatgemeinde statt. Zehn Gottesdienste müssen wir im Rahmen der Ausbildung in anderen Gemeinden besuchen. Meinen Abschlussgottesdienst werde ich am 14.06.2015 um 10:00 Uhr in der Lutherkirche halten. Auch wenn es noch lange hin ist: Herzliche Einladung! Ich würde mich über eine große (An-)Teilnahme freuen.

Im Laufe meiner Ausbildung habe ich schon viel gelernt. Auch mein Glaube hat sich gefestigt und weiterentwickelt.

Eine besondere Erfahrung ist für mich das Erarbeiten einer Predigt. Ich staune, wie der Predigttext in und mit mir am Wirken ist.Ich danke der Kirchengemeinde Westerrönfeld, dass sie mir die Ausbildung zur Prädikantin ermöglicht und Pastor Zimmermann-Stock für seine Unterstützung.

So freue ich mich auf die weitere Zeit der Ausbildung – in Ratzeburg und hier in Westerrönfeld.

Und der Gottesdienst ist mir noch mehr ans Herz gewachsen. Wie gesagt, ohne Gottesdienst kann ich mir meinen Sonntag gar nicht mehr vorstellen.
Wir sehen uns im Gottesdienst.

Veronika Cornils

P. S. Im Internet sind die älteren Ausgaben des Gemeindeboten zum Nachlesen eingestellt (luther-kirche.net). Dort finden Sie im 3. Gemeindeboten 2012 bereits einen Artikel zur Prädikantenausbildung. Weitere Info‘s zur Prädikantenausbildung finden Sie ebenfalls im Internet unter www.gemeindedienst.nordkirche.de/praedikanten.

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