Lebendige Tradition: Karfreitag, Osternacht und Osterlachen


Karfreitag
Am Freitag vor dem Ostersonntag gedenken die Christen des Todestages Jesu.
In den Evangelien ist zu lesen, dass der jüdische Hohe Rat über Jesus richtete. Zwar bezweifelte der römische Statthalter Pontius Pilatus seine Schuld, verurteilte ihn aber dennoch zum Tode. Jesus wurde von römischen Soldaten auf dem Berg Golgatha bei Jerusalem gekreuzigt. Er starb wahrscheinlich um die neunte Stunde, nach unserer Zeitrechnung gegen 15 Uhr. In vielen Kirchen wird an diesem Tag, am Vormittag oder zur Sterbezeit Jesu, ein Gottesdienst gehalten – ohne Glockengeläut, ohne Orgel, ohne Kerzen und ohne Altarschmuck. Dazu verhüllen wir in unserer
Kirche das Kreuz des Altarraums mit einem schwarzen Tuch. Der Karfreitag ist ein Tag zum Weinen. Das Wort „chara“ kommt aus dem Althochdeutschen und bedeutet Trauer, Wehklage. Als eines seiner letzten Worte schrie Jesus einen Vers aus dem 22. Psalm: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“
Der Tod Jesu ist übrigens historisch belegt: Nichtchristliche und christliche Quellen berichten davon, wenn sich auch das Jahr bisher
nicht exakt bestimmen läßt.

Osternacht
Weiter berichtet die Bibel, dass der Leichnam Jesu noch am Freitagabend vom Kreuz genommen und in ein Felsengrab gelegt wurde. Vor dem Grab wurden Wachen aufgestellt, damit Jesu Anhänger den Leichnam Jesu nicht entführen und später behaupten konnten, er sei am Leben. Jesu Freunde aber waren ängstlich und voller Trauer geflüchtet.
Der Samstag ist der Tag der Grabesruhe, der stillste Tag im Kirchenjahr überhaupt. Gottesdienste finden nicht statt. Aber schon in der Nacht zum Sonntag oder in der Frühe des Ostermorgens, wie es hier bei uns in Westerrönfeld Tradition ist, finden in den Kirchen Wachen, Feiern,  Gottesdienste und Frühstücke statt.
Menschen kommen zusammen, Feuer werden entfacht, Osterkerzen entzündet, Kinder getauft – und vor allem läuten die Freudenglocken.
Sie sollen den Menschen Kunde geben von der Auferstehung. Übrigens: die Bibel erzählt, dass es Frauen waren, die die Auferstehung Jesu am frühen Tag entdeckten.
Und noch heute begrüßen Christen einander mit dem alten Ostergruß: Der Herr ist auferstanden!“ „Er ist wahrhaftig auferstanden!“

Osterlachen
Der Papst besucht zum ersten Mal eine Sauna und ist begeistert: „So gut habe ich mich schon lange nicht mehr gefühlt. Das machen wir morgen gleich noch einmal.“ Woraufhin ihm ein Würdenträger ins Ohr flüstert: „Eure Heiligkeit, morgen geht’s nicht, da ist gemischte Sauna.“ Darauf der Papst: „Das macht doch nichts. Mit den paar Protestanten werden wir auch noch fertig.“
Pastorin Denise Westphal-deHaan

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